OLED: High-End im Trend

Die meisten hochwertigen Videobrillen, die heute im Consumer-Bereich Bedeutung haben, z. B. die 3D-Video-Brille HMZ-T1 von Sony oder der Cinemizer OLED von Zeiss Ikon, verwenden OLED-Displays und nicht mehr LCDs. Organische Leuchtdioden werden somit auch für Gamer interessant. Erfahren Sie jetzt mehr über die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten dieser verheißungsvollen neuen Technologie!

OLED: schematischer Aufbau

OLED ist eine neue High-End-Technologie, die im Gaming-Bereich z. B. bei 3D Videobrillen zum Einsatz kommt! – © Albert Pschera

OLED-Displays sind Leuchtdioden auf organischer Basis. Das heißt, die „Organic Light Emitting Diode“ besteht aus mehreren organischen Schichten, aus kohlenstoffhaltigen Verbindungen mit Halbleitereigenschaften. Diese neuen, leuchtenden Dünnschichtbauelemente unterscheiden sich von den herkömmlichen anorganischen Leuchtdioden (LED) in einigen wesentlichen Punkten, woraus sich Vor- und Nachteile ergeben.

Vorteile und Nachteile der OLED Technologie

Einer der herausragenden Vorteile von OLED begründet sich dadurch, dass die Dioden eine geringere Stromdichte und Leuchtdichte besitzen und keine einkristallinen Materialien erforderlich sind. Dadurch können sie im Gegensatz zu anorganischen Leuchtdioden kostengünstiger hergestellt werden. Ein weiterer Vorteil dieser High-End-Technologieprodukte besteht in ihrem Abstrahlverhalten. Organische LED sind Flächenstrahler und bieten deshalb für die Beleuchtung von Räumen Vorteile, wo große Flächen direkt oder indirekt bestrahlt werden.

Das sandwichartige Konstrukt eines OLED-basierten Displays wird in Zukunft, wenn noch einige Probleme gelöst wurden, viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Displays haben. Im Gegensatz zu den LCDs ist keine Hintergrundbeleuchtung notwendig, denn fließt Strom durch das Sandwich, leuchtet das Kunststoffdisplay, weil die angesteuerten Pixel zur Lichtquelle werden. Viele Bereiche, in denen heute noch der LCD-, LED- oder Plasmabildschirm dominiert, wird von diesen neuen Displays erobert. Ein großer Vorteil liegt in der geringen Stärke der Displays, die heute schon im Millimeterbereich liegt, ihrer Biegsamkeit und dem daraus resultierenden geringen Gewicht. OLED können auf eine biegsame Kunststofffolie aufgebracht werden. Diese besteht aus einer extrem dünnen, elektrisch leitenden Schicht (Anode). Darauf wird die eigentliche Licht emittierende organische Schicht aufgebracht, darüber liegt eine Elektronenleitungsschicht. Diese wird wiederum mit der zweiten Elektrode (Kathode) abgeschlossen.

Nachteile gibt es aber noch bei ihrer Lebensdauer, die wohl noch geringer als die der herkömmlichen Leuchtdiode ist.

Einsatzmöglichkeiten für OLED

Ihre Materialeigenschaften prädestinieren OLED für den Einsatz in High-End Gamer PC und Gaming Notebooks, wo platzsparende, hoch effiziente Materialien gefragt sind. Neben der vorrangig für Bildschirme und Displays eingesetzten OLED-Technik ist ein weiteres Einsatzgebiet verstärkt im Auge zu behalten, die Raumbeleuchtung. Hier wird schon an Lichttapeten gedacht. Es wird möglich sein, dass jeder seinem Licht auch eine Wunschfarbe geben kann. Der Verbraucher muss dann nicht mehr, wie bei den heutigen Sparlampen, nach der Lampe mit den richtigen Kelvin-Werten suchen. Für Gamer dürfte vor allem die weitere Entwicklung der HMD Videobrillen wie Cinemizer OLED und HMZ-T1 interessant sein, die HighendRadar.de bereits an anderer Stelle vorgestellt hat.

OLED sind hoch effizient!

Zu Beginn der technologischen Entwicklung der OLED werden solche Elemente vermutlich eher im hochpreisigen Design-Bereich zu finden sein. Aber die Hoffnung ist berechtigt, dass bei solch einem Milliardenmarkt die Preiskurve sehr rasch nach unten zeigen wird. Mit organischen Leuchtdioden lässt sich das natürliche Licht in gewisser Weise sehr gut nachbilden. Die OLED-Lichtquelle strahlt ein diffuses Licht ab, ganz im Gegensatz z. B. zu einer Glühlampe. Und wie schön erwähnt, ist die farbliche Zusammensetzung des Lichts veränderbar, und zwar ohne einen merklichen Verlust, wie er anderen Leuchtmitteln vorhanden ist. Herkömmliche LED Leuchtmittel produzieren in der Regel farbliches Licht nur deshalb, weil Teile des Lichtspektrums ausgefiltert werden und somit ungenutzt bleiben.

Aber ist es nicht eine verlockende Vorstellung, eine OLED-Tapete an der Wand zu haben, die in verschiedenen Farben oder sogar in verschiedenen Mustern wortwörtlich er-scheinen kann? Da werden die heute etwas aus der Mode gekommenen Fototapeten vielleicht wieder eine neue Zukunft haben.

Fazit: Das Thema OLED zählt klar zu den spannenden High-End-Themen der Gegenwart und nahen Zukunft. Deshalb wird auch HighendRadar.de am Ball bleiben und über neue Entwicklungen und Anwendungen wie Videobrillen oder anderes Gaming Zubehör berichten. Und eine Wandtapete als 3D-Monitor, sagen wir in der Größe 2 mal 3 Meter, ist doch auch eine schöne Aussicht für Gamer… 🙂

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